Modellhaus Ostalb, Unterkochen

Neubau für Wohngruppen
Für die Anforderungen der dauerhaften, flexiblen Nutzung wurde ein Gebäudekonzept gewählt,
das zunächst für unterschiedlich große Flüchtlingsgruppen ausgelegt sein sollte. So gliedert sich
das Raumkonzept in drei Flächengrößen für zwei, drei und vier Personen sowie „Doppelflächen“
für Familien.

Konzept
Durch die Erstellung mit Flachmodulen lassen sich für die nachfolgende Nutzung die Raumflächen ohne besonderen baulichen Aufwand leicht vergrößern und für Familien optimieren oder unverändert beispielsweise als Studenten- und Seniorenwohnungen weiter nutzen.

Architektur
Die äußere Erscheinung der Häuser wirkt mit der gemischten Holz-/Putzfassade und den bis zu zwei Meter auskragenden Vorsprüngen leicht und modern. Das Architekturkonzept wurde durch die Anforderung, jedem Wohnraum einen eigenen Zugang von außen zu geben, positiv geprägt.

Bautechnik
Ein reiner Holzbau war die Anforderung: Angefangen bei der Bodenplatte, die wie die Decken in Holz mit Zellulosedämmung konstruiert wurde, sind inklusive der bis zu zwei Meter auskragenden Gebäudevorsprünge alle Wand-/Deckenelement in Holz realisiert worden. Die drei Gebäude lassen auch aus statischen Gesichtspunkten eine Aufstockung zu. Da jedes Modul separat hergestellt wurde, kann kein Brandüberschlag zu Nachbargebäuden entstehen. Damit ist dieser sensible Punkt bei Wohnanlagen optimal gelöst.

Besonderheiten
Ein Gebäude der Nachhaltigkeit. Neben der flexiblen Raum-/Flächennutzung bietet das Konzept auch am Ende des Gebäudelebenszyklus mehr an als das reine Recycling. Beispielsweise können auch noch nach vielen Jahrzehnten die großen Brettsperrholz-Elemente der Decken wiederverbaut werden. Der gesamte Bau inklusive der Nasszellen ließe sich bis zu den Einzelmodulen zurück- und beispielsweise an einem anderen Standort wieder aufbauen.

 

STECKBRIEF

Projekt Modellhaus Ostalb
Bauherr Landratsamt Ostalbkreis
Ort Unterkochen
Land Deutschland